Die Gestaltung von Hinterhöfen hat sich in den letzten Jahren stark verändert – insbesondere in mediterranen und südlichen Regionen wie Montenegro. Anstelle von Ziergärten, die ständige Pflege benötigen, liegt der Fokus nun auf natürlichen Materialien, einheimischen Pflanzen und Räumen, die dem Alltag dienen.
Trends orientieren sich immer weniger an der Ästhetik von „Instagram“ und immer mehr an Klima, Landschaft und Lebensstil.
Rückkehr zur lokalen Landschaft
Die montenegrinische Landschaft – Stein, Oliven, Pinien, Feigen, Weinreben – wird nicht länger als Einschränkung, sondern als Vorteil betrachtet. Zu den neuen Trends gehören Innenhöfe, die wie eine „natürliche Erweiterung der Umgebung“ wirken und nicht wie eine Kopie nordeuropäischer oder exotischer Gärten.
Das heisst:
- weniger Rasenflächen, die viel Wasser verbrauchen
- mehr felsige Oberflächen und Kies
- Pflanzen, die Trockenheit, Sonne und Stürme vertragen
Der Garten wird nicht „erfunden“, sondern „hört auf das Gelände“.
Einheimische und resistente Pflanzen im Vordergrund
In einem Klima mit langen, trockenen Sommern und milden Wintern rücken Pflanzen, die:
- benötigen nur minimales Gießen
- Sie benötigen keine ständige Pflege
- bleiben das ganze Jahr über dekorativ
Olivenbäume, Lavendel, Rosmarin, Lorbeer, Agaven, Feigen und Zitrusbäume werden zu unverzichtbaren Bestandteilen des modernen Gartens. Sie sind nicht nur eine ästhetische Wahl, sondern auch eine „nachhaltige Lösung“.
Ein Raum zum Leben, nicht nur zum Zuschauen
Einer der wichtigsten Trends ist die Umwandlung des Gartens in eine *Erweiterung des Wohnraums*. Anstelle formaler Gärten werden Zonen geplant für:
- Essgelegenheiten im Freien
- Nachmittagsruhe im Schatten
- Abendveranstaltungen
Steinterrassen, Pergolen, Holz- oder Metallmarkisen sind kurzfristigen Lösungen vorzuziehen. Die Idee ist klar: Ein Garten soll genutzt und nicht nur gepflegt werden.
Weniger Dekoration, mehr Material
Dekorative Elemente werden dezenter. Anstelle einer Vielzahl von Details liegt der Schwerpunkt auf:
- Steinstruktur
- Naturholz
- Metallknopf
Dieser Ansatz ist besser gegen Sonne, Salz und Feuchtigkeit beständig und altert zudem „anmutig“, was im zeitgenössischen Design zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Wasser – aber mit Bedacht
Große Becken und Springbrunnen weichen kleineren, rationaleren Lösungen:
- flache Becken zur Erfrischung
- minimalistische Wasseroberflächen
- Außenduschen
Bei begrenzten Ressourcen wird Wasser „funktional und maßvoll“ genutzt, ohne dabei das Gefühl von Luxus zu verlieren.
Eine Beleuchtung, die dem Rhythmus des Abends folgt
Gartenbeleuchtung ist nicht länger nur ein dekoratives Element, sondern Teil des Ambientes. Der Trend geht hin zu:
- warmes, gedämpftes Licht
- dezente Beleuchtung von Wegen und Pflanzen
- Betonung der Texturen, nicht des Raumes als Ganzes
Ziel ist Atmosphäre, nicht Spektakel.
Vorteile dieses Ansatzes
- niedrigere Wartungskosten
- stärkere Anpassung an das Klima
- länger anhaltende Ästhetik
- bessere Verbindung zur natürlichen Umwelt
Mögliche Nachteile
- erfordert von Anfang an eine gute Planung.
- weniger Spielraum für schnelle Veränderungen und saisonale Trends
- macht nicht sofort den Eindruck eines „fertigen Gartens“ – er reift mit der Zeit.
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