Wenn Säuglingsmilch vom Markt genommen wird, erinnert uns die Natur an die einfachste Lösung.

Muttermilch ist nach wie vor der Goldstandard für die Säuglingsernährung, trotz zahlreicher Vorurteile und unzureichender Aufklärung junger Mütter. Bevor Sie eine frischgebackene Mutter emotional unter Druck setzen, indem Sie behaupten, sie habe „keine Milch“, ihre Milch sei „von schlechter Qualität“ und ihr Baby sei hungrig – informieren Sie sich über die wissenschaftlichen Erkenntnisse.

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Illustration, Foto: Shutterstock
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Mehrere Sorten und Serien von angepassten Aptamil- und Bebelac-Nahrungsergänzungsmitteln wurden vom montenegrinischen Markt zurückgezogen, was die Frage der Sicherheit und der Wahlfreiheit in der sensibelsten Phase im Leben eines Kindes erneut aufgeworfen hat – und die Ärzteschaft wiederholt seit Jahren, dass Muttermilch die gesündeste und biologisch am besten angepasste Nahrung für ein Neugeborenes ist.

Stillen ist zwar ein natürlicher Vorgang, gestaltet sich in der Praxis aber oft schwierig. Viele Frauen treten ohne ausreichende praktische Unterstützung, ohne systematische Aufklärung auf der Geburtsstation und ohne klare, einheitliche Beratung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ins Muttersein ein. Hier entstehen Unsicherheit, Resignation und Vorurteile.

Vorteile des Stillens für das Baby

Muttermilch ist eine dynamische, lebendige Substanz, die sich täglich an die Bedürfnisse des Babys anpasst. Sie enthält das ideale Verhältnis von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten sowie Antikörper, Enzyme und Hormone, die:

  • Stärkung des Immunsystems und Verringerung des Risikos von Atemwegs- und Darminfektionen
  • Schutz vor der Entwicklung von Allergien
  • tragen zu einer gesünderen Entwicklung der Darmflora bei
  • das Risiko von Fettleibigkeit und Diabetes im späteren Leben verringern
  • unterstützen eine optimale Gehirnentwicklung

Neben dem Nährwert vermittelt Stillen ein Gefühl von Geborgenheit und Nähe, das eine wichtige Rolle in der emotionalen Entwicklung spielt.

Vorteile des Stillens für die Mutter

Die Vorteile sind nicht einseitig. Stillen unterstützt die schnellere Erholung des mütterlichen Körpers nach der Geburt, da es die Wehen anregt und Nachblutungen reduziert. Langfristig zeigen Studien ein geringeres Risiko für Brust- und Eierstockkrebs sowie für Typ-2-Diabetes.

Hinzu kommt eine psychologische Dimension – die Freisetzung von Oxytocin während des Stillens reduziert Stress und stärkt die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind.

Die häufigsten Missverständnisse rund ums Stillen

Trotz ihrer nachgewiesenen Vorteile ist das Stillen immer noch von Mythen umgeben:

"Ich habe nicht genug Milch."

In den meisten Fällen liegt das Problem nicht in der Menge, sondern in der Technik des Anlegens des Babys an die Brust oder darin, dass in den ersten Tagen nicht häufig genug gestillt wird.

"Meine Milch ist nicht stark genug."

Muttermilch ist ernährungsphysiologisch jederzeit optimal auf das Baby abgestimmt. Physiologisch gesehen gibt es keine „schwache“ Milch.

„Stillen muss weh tun.“

Schmerzen sind meist ein Zeichen für falsches Anlegen der Brust. Bei korrekter Anlegeposition sollte Stillen nicht schmerzhaft sein.

„Die Rezeptur ist genauso gut.“

Angepasste Säuglingsnahrungen sind eine wichtige Alternative, wenn Stillen nicht möglich ist, aber sie können die immunologischen und biologischen Bestandteile der Muttermilch nicht vollständig nachbilden.

Wie Probleme gelöst werden

Der Schlüssel liegt in Aufklärung und Unterstützung. Eine angemessene Beratung bereits auf der Entbindungsstation, die Verfügbarkeit von Stillberaterinnen und -pflegerinnen sowie die Unterstützung durch Partner und Familie erhöhen den Erfolg des Stillens deutlich.

Mütter brauchen Wissen, aber auch Ermutigung – dass anfängliche Schwierigkeiten kein Zeichen des Scheiterns sind, sondern Teil des Lernprozesses.

In Zeiten, in denen der Markt versagen kann, bleibt ein seit Jahrtausenden existierender biologischer Mechanismus eine verlässliche Grundlage – vorausgesetzt, das System und die Gesellschaft bieten Müttern angemessene Unterstützung.

Wer mehr erfahren und Frauen, die stillen möchten, unterstützen will, findet zahlreiche Webseiten mit wichtigen und nützlichen Informationen:

Stillen | Alles übers Stillen | GESCHLECHT

La Leche League International – Stillberatung

Bonusvideo: