Zuckerfreier Kaugummi kann sich positiv auf die Mundgesundheit auswirken, da er die Speichelproduktion anregt, Säuren im Mund neutralisiert und das Kariesrisiko verringern kann, insbesondere wenn er nach den Mahlzeiten gekaut wird.
Die American Dental Association erklärt, dass sie eine Ergänzung zum regelmäßigen Zähneputzen mit fluorhaltiger Zahnpasta und zur Reinigung der Zahnzwischenräume sein können, aber kein Ersatz für die Mundhygiene.
Neuere Forschungsergebnisse weisen jedoch auf ein weniger bekanntes Risiko hin: Kaugummi kann Mikroplastik in den Speichel freisetzen. Eine Studie, die auf der Jahrestagung der American Chemical Society 2025 vorgestellt und anschließend in einer Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, ergab, dass sowohl synthetischer als auch „natürlicher“ Kaugummi Hunderte von Mikroplastikpartikeln pro Gramm freisetzen kann, wobei der Großteil innerhalb der ersten acht Minuten des Kauens freigesetzt wird.
Die Forscher betonen, dass es nicht darum geht, Panik zu verbreiten – es gibt noch keine klinischen Studien am Menschen, die eindeutig belegen, wie gesundheitsschädlich Mikroplastik aus Kaugummi ist. Der Befund ist jedoch wichtig, da er zeigt, dass Kaugummi eine weitere Quelle für die alltägliche Aufnahme von Mikroplastik sein kann.
Die Experten kommen zu einem gemäßigten Schluss: Gelegentliches Kauen von zuckerfreiem Kaugummi ist für die meisten Menschen wahrscheinlich unproblematisch und kann sogar gut für die Zähne sein. Ständiges Kauen wird jedoch nicht empfohlen, da es den Kiefer belasten und Schmerzen, Gelenkknacken oder Kopfschmerzen verursachen kann.
Am besten wählt man zuckerfreien Kaugummi, kaut ihn kurz nach den Mahlzeiten, nicht zu viel und schluckt ihn nicht. Aufgrund von Mikroplastik raten Experten, ein einzelnes Kaugummistück länger zu kauen, anstatt es häufig zu wechseln, da die meisten Partikel beim Kauen freigesetzt werden.
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