Wie viel Wasser sollte man trinken, wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen: Reicht Wasser allein aus?

Bei der Sommerhitze verliert der Körper mehr Flüssigkeit als üblich, vor allem durch Schwitzen, und selbst eine leichte Dehydrierung kann zu Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsschwäche führen.

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Steigt das Thermometer über 30 Grad, greifen die meisten Menschen instinktiv zu einem Glas kaltem Wasser. Und das aus gutem Grund. In der Sommerhitze verliert der Körper mehr Flüssigkeit als üblich, vor allem durch Schwitzen, und selbst leichte Dehydrierung kann zu Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsschwäche führen.

Eine der häufigsten Fragen im Sommer lautet jedoch: Wie viel Wasser brauchen wir wirklich, und erhöht ein Aufenthalt am Strand den Flüssigkeitsbedarf des Körpers zusätzlich?

Es gibt keine allgemeingültige Regel.

Die bekannte Empfehlung von acht Gläsern Wasser pro Tag kann als Richtwert dienen, doch der Flüssigkeitsbedarf ist individuell verschieden. Er wird von Körpermasse, Alter, Gesundheitszustand, körperlicher Aktivität und Wetterbedingungen beeinflusst.

An Tagen mit Temperaturen über 30 Grad benötigen die meisten Erwachsenen zwischen zwei und drei Litern Flüssigkeit pro Tag, während der Bedarf bei Personen, die sich im Freien aufhalten, Sport treiben oder körperlich anstrengende Arbeiten verrichten, sogar noch höher sein kann.

Experten raten davon ab, erst zu trinken, wenn man Durst verspürt, da dies bereits ein Zeichen dafür ist, dass der Körper begonnen hat, ausreichend Wasser zu verlieren. Warum dehydrieren wir am Strand schneller?

ein Glas Wasser
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Der Aufenthalt am Strand erhöht aus mehreren Gründen das Risiko der Dehydrierung.

Zunächst einmal verstärken hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung das Schwitzen. Hinzu kommt, dass die Meeresbrise oft ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt, sodass viele Menschen gar nicht merken, wie viel Flüssigkeit sie verlieren.

Schwimmen kann den Körper austricksen. Obwohl wir uns im Wasser befinden, schwitzt der Körper weiterhin, insbesondere beim Schwimmen oder bei Aktivitäten am Strand. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Menschen mehrere Stunden in der Sonne verbringen und deutlich weniger Wasser trinken, als sie benötigen.

Deshalb empfehlen Ärzte, am Strand regelmäßig Wasser in kleineren Mengen zu trinken, und nicht nur, wenn man sehr durstig ist. Reicht Wasser allein aus?

Wasser ist zwar die beste Wahl zur Flüssigkeitszufuhr, aber nicht die einzige.

Bei extremer Hitze verliert der Körper durch Schwitzen nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Elektrolyte, vor allem Natrium, Kalium und Magnesium. Daher können folgende Maßnahmen ebenfalls zur Flüssigkeitszufuhr beitragen:

- Mineralwasser, - ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees, - Limonade ohne viel Zucker, - Milch und Joghurt, - wasserreiche Früchte wie Wassermelone, Cantaloupe-Melone, Pfirsiche, Orangen und Erdbeeren.

Selbstgemachte Getränke mit etwas Salz und Zitronensaft sind ebenfalls eine gute Wahl, besonders nach längerem Aufenthalt in der Sonne oder körperlicher Anstrengung. Und wie sieht es mit kohlensäurehaltigen Getränken aus?

Kohlensäurehaltige Getränke wirken oft erfrischend, besonders wenn sie gut gekühlt sind. Allerdings enthalten die meisten industriell hergestellten kohlensäurehaltigen Getränke große Mengen Zucker.

Eine hohe Zuckerzufuhr kann vorübergehend den Durst verstärken, und übermäßiger Konsum trägt zur Aufnahme von „leeren Kalorien“ bei. Darüber hinaus verursachen kohlensäurehaltige Getränke bei manchen Menschen Blähungen und Unwohlsein, was die Hitzeerträglichkeit zusätzlich erschwert.

Kohlensäurehaltiges Mineralwasser mag zur Erfrischung eine akzeptable Wahl sein, aber gesüßte Säfte sollten im Sommer nicht Ihre Hauptflüssigkeitsquelle darstellen. Alkohol und Hitze vertragen sich nicht gut.

Sommer, Strand und ein kühles Bier scheinen für viele eine ideale Kombination zu sein, doch Experten warnen davor, dass Alkohol das Risiko der Dehydrierung erhöht.

Alkohol wirkt harntreibend, das heißt, er regt den Körper an, mehr Flüssigkeit über den Urin auszuscheiden. Gleichzeitig kann er das Durstgefühl verringern und die Einschätzung des eigenen Flüssigkeitshaushalts erschweren.

Bei hohen Temperaturen kann dies zu schnellerer Erschöpfung des Körpers, einem Abfall des Blutdrucks, Schwindel und sogar zu einem Kollaps führen.

Daher wird empfohlen, zu jedem alkoholischen Getränk ein Glas Wasser zu trinken und den Alkoholkonsum während der heißesten Tageszeit zu minimieren. Woran erkennt man, dass der Körper zu wenig Wasser hat?

Erste Anzeichen von Dehydrierung sind oft Mundtrockenheit, dunkler Urin, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Später können Schwindel, Herzrasen, Muskelkrämpfe und Schwächegefühl auftreten.

Einer der einfachsten Indikatoren ist die Farbe Ihres Urins – eine helle Farbe deutet im Allgemeinen auf eine gute Flüssigkeitszufuhr hin, während eine dunklere Farbe ein Signal dafür sein kann, dass der Körper mehr Flüssigkeit benötigt.

Bei Temperaturen über 30 Grad steigt der Flüssigkeitsbedarf deutlich an, und schon wenige Stunden am Strand können den Wasser- und Elektrolytverlust stärker erhöhen als man denkt. Wasser ist an Sommertagen nach wie vor der beste Verbündete, aber auch Obst, Mineralwasser, Tee und andere zuckerarme Getränke tragen zur Flüssigkeitszufuhr bei.

Zuckerhaltige Limonaden und Alkohol hingegen können ein trügerisches Gefühl der Erfrischung erzeugen, erschweren aber tatsächlich den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Deshalb ist eine der wichtigsten Regeln im Sommer ganz einfach: Trinken Sie Wasser, bevor Sie Durst verspüren.

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