Die Gemeinde Pljevlja plant den Wiederaufbau des Wasserversorgungssystems Jugoštica-Bogiševac, eines der wichtigsten Teilsysteme der städtischen Wasserversorgung. Das Projekt sieht die Sanierung der Haupt- und Nebenleitungen, den Bau eines neuen Reservoirs und die Erweiterung des Verteilungsnetzes in Richtung der Siedlung Guke vor.
Laut den im Rahmen des Entscheidungsprozesses zur Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung eingereichten Unterlagen ist der Wiederaufbau der 5.177 Meter langen Transportleitung, des 3.543 Meter langen Nebennetzes sowie der Bau eines neuen Speichers mit einem Volumen von 100 Kubikmetern geplant. Der Plan umfasst außerdem den Bau eines Verteilungsnetzes für die Siedlung Guke.
Das Jugoštica-Teilsystem ist eine der älteren Wasserquellen für Pljevlja. Die Quelle liegt wenige Kilometer nordwestlich der Stadt und liefert zwischen fünf und 250 Litern Wasser pro Sekunde. Das Wasser fließt durch Schwerkraft zum Stausee „Bogiševac“ und wird von dort an die Verbraucher im höher gelegenen Gebiet verteilt.
Die Dokumentation besagt, dass der Zustand der Wasserversorgung unzureichend ist und dass es in einigen Stadtteilen das ganze Jahr über zu Wassereinschränkungen kommt. Ein besonderes Problem stellen die hohen Verluste im Netz dar, das in den vergangenen Jahrzehnten ohne einheitliches Konzept errichtet wurde.
„Das bestehende System wurde eher planlos und ohne klares Konzept aufgebaut. Es ist dringend notwendig, Maßnahmen zur Modernisierung, zum Umbau und zur Aufrüstung des Systems zu ergreifen“, heißt es in der Dokumentation.
Experten weisen zudem auf das Problem des Schutzes der Jugoštica-Quelle selbst hin. Es wurden keine Schutzzonen eingerichtet, und der unmittelbare Schutz der Auffanganlage wird als sehr mangelhaft eingestuft. Der Zaun um die Anlage ist beschädigt, und der Zugang zur Auffanganlage ist auch über eine Überlauföffnung möglich. Ein zusätzliches Risiko stellt das Karstgelände dar, wodurch jegliche Verschmutzung sehr schnell ins Grundwasser gelangen kann.
Die geplante Sanierung sieht die Verlegung einer neuen Transportleitung aus Polyethylenrohren mit einem Durchmesser von 225 Millimetern vor, die dem Verlauf der bestehenden Leitung folgen wird. Der neue Speicher, „Mala Bogiševac II“ genannt, wird an das bestehende System angeschlossen und ermöglicht eine sicherere Wasserversorgung der umliegenden Siedlungen. Zudem ergänzt er den bestehenden Speicher um 1.200 Kubikmeter.
Das Projekt sieht außerdem die Einführung eines modernen Systems zur Chlorung und Wasserqualitätskontrolle vor. Im Stausee wird eine Anlage zur kontinuierlichen Messung des Restchlorgehalts installiert, und die erfassten Daten werden mit der bestehenden Chlorstation verknüpft.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Verteilungsnetz in der Siedlung Guke. Geplant ist der Bau von fast zweieinhalb Kilometern neuer Rohrleitungen sowie 46 Wasseranschlussstellen mit Hausanschlüssen. In mehreren Straßen werden neue Schächte und Anschlüsse errichtet, und die Installation von neun unterirdischen Hydranten soll den Brandschutz verbessern.
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