Die Mitglieder des Lenkungsausschusses des Gemeindeverbandes von Montenegro, bestehend aus Bürgermeistern und Präsidenten montenegrinischer Gemeinden, haben auf einer heutigen Sitzung einstimmig den Text der Änderungen am Entwurf des Gesetzes über die lokale Selbstverwaltung gebilligt.
Wie der Gemeindeverband mitteilte, beziehen sich insgesamt 45 Änderungsanträge, die den montenegrinischen Abgeordneten vorgelegt werden, auf zahlreiche Bestimmungen des Gesetzesentwurfs, die der Verfassung Montenegros und der Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung widersprechen. Sie betreffen Bereiche, die für den Abschluss der Kapitel 23 und 24 in den Verhandlungen mit der Europäischen Union von Bedeutung sind und unter anderem das Recht auf kommunale Selbstverwaltung, das Recht auf Autonomie, einschließlich fiskalischer Autonomie, sowie die Freiheit zur Bestimmung der Verwaltungsstruktur betreffen.
„An der Sitzung des Lenkungsausschusses nahm der Minister für Soziales, Familie und Demografie, Damir Gutić, teil, der die Lösungen des neuen Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über Sozial- und Kinderschutz vorstellte. Die Oberbürgermeister kamen jedoch zu dem Schluss, dass Artikel 154 dieses Gesetzes – der die Gemeinden zur Finanzierung von ihnen übertragenen Dienstleistungen verpflichtet, die zu den ursprünglichen Zuständigkeiten des Staates gehören – nicht mit der Verfassung vereinbar ist. Daher beschlossen sie einstimmig, dem Verfassungsgericht eine Initiative zur Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit vorzulegen“, heißt es in der Erklärung.
Die Sitzung verabschiedete und unterbreitete einstimmig Initiativen zur Prüfung der Verfassungsmäßigkeit des Waldgesetzes und des Gesetzes über audiovisuelle Mediendienste und beschloss außerdem, eine Initiative zur Änderung des Grundsteuergesetzes vorzulegen.
Der Bericht über die Finanzgeschäfte des Gemeindeverbandes für das Jahr 2025 zusammen mit dem Bericht des Aufsichtsrates über die Kontrolle der materiellen und finanziellen Vorgänge des Verbandes für das Jahr 2025 sowie eine Reihe von Beschlüssen zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Arbeit und des Funktionierens des Verbandes erhielten auf der Sitzung ebenfalls einstimmige Zustimmung.
„Ebenso wurde grünes Licht für das neue Regelwerk gegeben, das das Verfahren zur Verteilung von Mitteln des Gemeindeverbandes für die Durchführung von Entwicklungsprojekten im Interesse der lokalen Selbstverwaltungseinheiten vereinfacht, sowie für die Methodik zur Überwachung der Umsetzung von Vorschriften auf lokaler Ebene in Sonderverwaltungsgebieten und zur Kartierung von Korruptionsrisiken auf lokaler Ebene, sowie für den Aktionsplan zur Umsetzung der Empfehlungen aus der Analyse der Korruptionsrisiken auf Ebene der lokalen Selbstverwaltungen“, so der Gemeindeverband Montenegros in einer Erklärung.
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