Die Sängerin und Schauspielerin Senka Veletanlić ist im Alter von 90 Jahren verstorben.
Die Nachricht von ihrem Tod wurde von ihrem Sohn, Vasil Hadžimanov, in den sozialen Medien bekannt gegeben.
„Heute Morgen ist meine Mutter Senka Veletanlić nach schwerer Krankheit von uns gegangen. Sie ist friedlich und würdevoll im Schlaf eingeschlafen, wie eine Dame, ganz wie es sich für sie gehört. Ich liebe dich, Mama. Danke, Mama“, schrieb Vasil Hadžimanov in seinem Beitrag.
Laut dem Archiv des Nationalen Instituts für Informationstechnologie (NIN) wurde sie am 27. Mai 1936 in Zagreb als Senija geboren und schloss dort ihr Studium an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ab.
Sie war drei Jahre alt, als sie anfing, im Radio zu singen, und während ihrer Schulzeit sang sie in berühmten Zagreber Chören, wo sie die Geheimnisse des Gesangshandwerks erlernte und bald darauf zur Solistin wurde.
Sie tourte durch ganz Europa, machte ihre ersten Aufnahmen und trat als Popmusikerin auf dem einst berühmten Festival in Opatija auf. Sie glaubt, dass sie erst in Belgrad ernsthaft mit dem Singen begann. Tatsächlich begann ihre Gesangskarriere, wie sie sagt, bereits 1960 „als Interpretin schöner Lieder“.
Zusammen mit ihrem Ehemann Zafira Hadžimanov nahm sie viele erfolgreiche Fernsehshows, Musicals und Chansons auf, und ihr Solokonzert im Atelje 212 war die Eröffnung der Kellerbühne.
Ihre gemeinsamen Liederabende „Pas pjevačica“ (nach Zafiros gleichnamigem Buch) sowie „Chansons on Paper“, die sie im Rahmen des Belgrader Frühlings aufführten, sind sehr beeindruckend. Als vielseitige Künstlerin versuchte sich Senka Veletanlić auch als Schauspielerin.
1972 sang sie zusammen mit ihrer Schwester Bisera „Mi znamo sve“ (Wir wissen alles). Die Veletanlić-Schwestern gelten als Legenden des koreanischen Musikgeschmacks. Etwas später gingen sie dann jeweils ihren eigenen Weg, schreibt N1.
Neben den regelmäßigen Bestnoten der Expertenjury bei inländischen Festivals und dem damit verbundenen Status als nicht-kommerzielle Künstlerin blieb Senka ihrem selbst geprägten Musikstil treu – sie sang vor 20.000 Menschen in Kuba, hatte ihr eigenes Publikum in der Sowjetunion, spielte in den Filmen „Svanuće“ von Nikola Tanhofer und „Tri“ von Aleksandar Petrović mit – und veröffentlichte erst nach zwei Jahrzehnten im Showbusiness ihre erste LP.
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