Miodrag Đuranović, Mitglied des Präsidiums der Bürgerbewegung (GP) URA, stellte fest, dass die Aussetzung der Milchkäufe für einige Erzeuger auf das mangelnde Interesse, die Leichtfertigkeit und die Verantwortungslosigkeit der Regierung und des Landwirtschaftsministeriums sowie auf das Monopol der Importlobby auf dem Inlandsmarkt zurückzuführen ist.
„Der Frühling ist da – eine Zeit, in der Kühe bekanntlich deutlich mehr Milch geben als im Rest des Jahres. Daher stellt sich das übliche Problem erneut: Die Kühlhäuser der Molkereien sind voll, die Ankäufe sind eingestellt, und es gibt weder eine zeitnahe noch eine angemessene Reaktion der zuständigen Institutionen noch eine umfassendere institutionelle Antwort der Regierung und des Landwirtschaftsministeriums. Minister Wladimir Jokowić erklärte kürzlich, dass es uns noch nie so gut gegangen sei und dass dies genau der Grund für den gestiegenen Verbrauch importierter Produkte und das Wachstum der Importe im Vergleich zu den Exporten sei. Angesichts solcher Einschätzungen kann man kaum gleichgültig bleiben“, sagte Đuranović.
Er fügte hinzu, es sei traurig, dass anstatt eines konkreten und systematischen Ansatzes zur Entwicklung der heimischen Landwirtschaft und zur Unterstützung der Milchproduzenten der Fokus auf allgemeinen Bewertungen des Lebensstandards liege, während die Importe weiter zunähmen.
„In diesem Zusammenhang bleibt die Frage der Exporte bzw. der Verbesserung der Marktposition heimischer Produkte weiterhin offen. Das Hauptproblem ist nach wie vor die unzureichende Präsenz heimischer Produkte in den Regalen und Kühlregalen der Einzelhandelsketten. Seit Jahren fordern wir mehr Raum für heimische Produkte, eine klare Kennzeichnung der Herkunft aus Montenegro sowie verstärkte Werbe- und Zweitplatzierungsmaßnahmen, doch konkrete Ergebnisse bleiben aus. Gleichzeitig sehen sich heimische Milchproduzenten und -verarbeiter trotz Bemühungen um stabile Abnahmemengen und Unterstützung für Zulieferer – selbst bei Überkapazitäten – mit Schwierigkeiten bei der Produktplatzierung und Preisdruck konfrontiert“, betonte Đuranović.
Er appellierte an die Regierung und das Landwirtschaftsministerium, dass es höchste Zeit sei, dieses Problem strategisch und langfristig, durch systemische Lösungen und nicht durch kurzfristige Maßnahmen anzugehen, die keine nachhaltigen Ergebnisse liefern.
Đuranović kam zu dem Schluss, dass die URA mit ihrem Programm „Montenegro 365“ konkrete Lösungen für die Entwicklung der Landwirtschaft anbietet, die unter anderem darauf abzielen, die heimischen Agrarproduzenten in den Vordergrund zu stellen und ihren Produkten den ihnen gebührenden Raum zu geben.
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