Milatović: Das Parlament sollte dringend über den Vorschlag zur Wahl von Mirjana Vučinić zur Richterin des Verfassungsgerichts entscheiden

Die Entscheidung, zu diesem Vorschlag monatelang Stillschweigen zu bewahren, während das Verfassungsgericht derzeit nur mit vier Richtern arbeitet, stelle eine weitere Verschärfung der Verfassungskrise dar, heißt es in der Erklärung weiter.

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Jakov Milatović, Foto: PR-Büro des Präsidenten von Montenegro
Jakov Milatović, Foto: PR-Büro des Präsidenten von Montenegro
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Der montenegrinische Präsident Jakov Milatović hat heute einen Brief an den Parlamentspräsidenten Andrija Mandić geschickt, in dem er darum bittet, den im Mai dieses Jahres zurückgeschickten Vorschlag zur Wahl von Mirjana Vučinić zur Richterin des Verfassungsgerichts dringend auf die Tagesordnung zu setzen und zur Abstimmung zu bringen, teilte das Büro für Öffentlichkeitsarbeit des montenegrinischen Präsidenten mit.

Die Entscheidung, zu diesem Vorschlag monatelang Stillschweigen zu bewahren, während das Verfassungsgericht derzeit nur mit vier Richtern arbeitet, stelle eine weitere Verschärfung der Verfassungskrise dar, heißt es in der Erklärung weiter.

„Es ist inakzeptabel, dass die politischen Interessen der herrschenden Mehrheit die Arbeit des Verfassungsgerichts seit einem Jahr blockieren. Wenn wir wollen, dass Montenegro in der EU bleibt, müssen wir auch als europäische Demokratien arbeiten, damit die Institutionen ihre Arbeit tun können, ohne politisches Feilschen und Selektivität“, sagte Präsident Milatović.

Das Büro des Präsidenten betonte, Milatović habe deutlich gemacht, dass er eine Behinderung des rechtlichen Prozesses zur Wahl der Richter des Verfassungsgerichts nicht zulassen werde, und erinnerte daran, dass das Parlament seit einem Jahr drei freie Stellen in dieser wichtigen Institution ignoriere, darunter die Stelle von Richter Đuranović, der unrechtmäßig entlassen wurde, wie die Venedig-Kommission und die Europäische Union betonten.

„Präsident Milatović fordert das Parlament auf, so schnell wie möglich im Einklang mit der Verfassung und den Gesetzen zu handeln und ohne weitere Verzögerung über den ihm vorgelegten Vorschlag zu entscheiden. Alles andere wäre ein klares Signal dafür, dass die Parlamentsmehrheit die alte Praxis fortsetzt, wichtige Institutionen ihren Parteiinteressen zu unterwerfen“, heißt es in der Erklärung abschließend.

Auch Milatović äußerte sich über die Plattform Iks.

„Ich habe dem Parlament bereits im Mai einen Vorschlag zur Wahl von Mirjana Vučinić zur Richterin des Verfassungsgerichts vorgelegt. Das Parlament hat bisher noch keine Entscheidung getroffen.

„Montenegro hat keine Zeit mehr zu warten. Das Verfassungsgericht muss fertiggestellt werden – ohne dies wird sich die Verfassungskrise nur noch verschärfen“, sagte der Präsident.

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