Die Mitgliedschaft Montenegros in der Europäischen Union (EU) bis 2028 sei erreichbar, wenn die Reformen weiterhin konsequent umgesetzt und die Institutionen gestärkt würden, sagte Präsident Jakov Milatović.
Milatović sagte dies, wie sein Büro mitteilte, bei einer Rundtischdiskussion der Organisation Friends of Europe in Brüssel, die sich mit der Zukunft der EU und ihrer Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten befasste.
Milatović stellte Montenegros Ziel vor, bis 2028 das 28. Mitglied der EU zu werden, und betonte, dass dieses Ziel realistisch und erreichbar sei, wenn die Reformen weiterhin konsequent umgesetzt und die Institutionen gestärkt würden.
„Ich bin überzeugt, dass Montenegro bis 2028 ein vollwertiges Mitglied der Europäischen Union werden kann. Dies wäre ein Signal an andere Kandidatenländer, dass sich die Reformen auszahlen und die Erweiterungspolitik lebendig ist“, sagte Milatović.
Er betonte, dass es sich beim Erweiterungsprozess nicht nur um eine technische Angelegenheit handele, sondern um eine strategische Entscheidung, in die Stabilität, Sicherheit und den Wohlstand ganz Europas zu investieren.
„Unsere europäische Geschichte geht über die Grenzen Montenegros hinaus – das wäre ein gutes Signal an andere Kandidatenländer, dass eine Erweiterung möglich ist und sich Reformen auszahlen“, sagte Milatović.
Er erinnerte daran, dass jede Welle der EU-Erweiterung dem Kontinent neue Energie, Stabilität und Entwicklung sowie wirtschaftliche und soziale Vorteile für alle Mitgliedstaaten gebracht habe.
„Die Erweiterung ist die erfolgreichste europäische Politik. Deshalb glaube ich, dass die Integration Montenegros der gesamten Union neue Stärke verleihen wird“, sagte Milatović.
Er kam zu dem Schluss, dass es heute innerhalb der EU und unter den Mitgliedstaaten eine neue Dynamik gebe, die zunehmend erkenne, dass die Erweiterungspolitik die beste Investition in die Zukunft Europas sei.
In Bezug auf die Fortschritte Montenegros erinnerte Milatović daran, dass Montenegro der am weitesten fortgeschrittene Kandidat im Beitrittsprozess sei – mit allen offenen Verhandlungsbereichen und sieben vorläufig abgeschlossenen Kapiteln.
„Als Mitglied der NATO, das den Euro als offizielle Währung verwendet und sich voll und ganz an die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU anschließt, wäre Montenegro ein Beispiel für eine erfolgreiche Integration“, sagte Milatović.
Er betonte insbesondere, dass der EU-Westbalkan-Gipfel im nächsten Jahr erstmals in Montenegro stattfinden werde.
„Der Gipfel wird den Höhepunkt unserer europäischen Bemühungen darstellen und ein klares Zeichen dafür sein, dass Montenegro nicht nur ein Kandidat, sondern ein echter europäischer Partner ist, der bereit für die Mitgliedschaft ist“, schloss Milatović.
Bonusvideo: