Auf Initiative des Präsidenten von Montenegro, Jakov Milatović, wird eine Gedenktafel für die montenegrinischen Freiwilligen errichtet, die am 6. Januar in der Bucht von Medovsko in der Nähe des Hafens von Šenđin ums Leben kamen.
Dies wurde vom Pressebüro von Milatović bekannt gegeben.
„Mehr als ein Jahrhundert nach der Tragödie von Medovo und nach den anhaltenden institutionellen und diplomatischen Bemühungen des Präsidenten von Montenegro, Jakov Milatović, wurden die Voraussetzungen für die Aufstellung einer Gedenktafel in der Nähe des Ortes geschaffen, an dem die montenegrinischen Freiwilligen ums Leben kamen“, heißt es in der Erklärung.
Das Pressebüro von Milatović weist darauf hin, dass damit zum ersten Mal in der Nähe des Ortes dieser großen Tragödie die Erinnerung an die Freiwilligen, die auf dem Heimweg ihr Leben verloren, dauerhaft gewürdigt wird.
„Die Anbringung der Gedenktafel ist das Ergebnis des beharrlichen Engagements von Präsident Milatović, die seit Jahren bestehende Initiative endlich erfolgreich umzusetzen. In diesem Zusammenhang wurde Kontakt zu den zuständigen Behörden der Republik Albanien aufgenommen, die ihre Bereitschaft zur baldigen Umsetzung der Initiative bekundeten. Dadurch wurden die Voraussetzungen geschaffen, den Ort, an dem die montenegrinischen Freiwilligen starben, dauerhaft zu kennzeichnen und ihrem Opfer zu gedenken“, heißt es in der Erklärung.
Die Tragödie von Medovska, so fügen sie hinzu, ereignete sich am Weihnachtstag 1916, als montenegrinische Auswanderer aus Nordamerika auf Einladung von König Nikola nach Montenegro zurückkehrten, um das Land in einem der schwierigsten Momente seiner Geschichte zu verteidigen.
„Ihre Heimreise wurde durch einen Schiffbruch in der Medovo-Bucht nahe des albanischen Hafens Shenjin unterbrochen, bei dem fast vierhundert Freiwillige ihr Leben verloren“, heißt es in der Erklärung.
Die Gedenktafel, so hieß es, solle als Zeichen der Ehrfurcht vor den Menschen errichtet werden, die ihre Familien, ihre Sicherheit und ihr in der Ferne aufgebautes Leben verließen, getrieben von Pflichtgefühl, Zugehörigkeit und Loyalität gegenüber Montenegro. Diese Geste habe auch eine besondere Bedeutung für die montenegrinische Diaspora, deren Verbindung zur Heimat über Generationen hinweg stark und unzerbrechlich geblieben sei.
„Die Freiwilligen, die bei Medova ihr Leben verloren, bleiben ein Symbol der Treue zu Montenegro und der Bereitschaft, seinem Ruf selbst von den entferntesten Orten der Welt zu folgen. Durch die Errichtung einer Gedenktafel in Zusammenarbeit mit den zuständigen Institutionen der Republik Albanien bewahrt Montenegro das Andenken an die montenegrinischen Freiwilligen, die bei Medova starben, dauerhaft. Ihr Opfer bleibt eine ständige Verpflichtung für kommende Generationen, die Werte von Freiheit, Zugehörigkeit und staatlicher Würde zu bewahren und zu achten“, heißt es abschließend in der Erklärung.
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