Miodrag Martinović, ein langjähriger Mitarbeiter des Innenministeriums (MUP), wurde zum Direktor der Steuerpolizei gewählt.
Martinović wurde auf Anordnung der Verwaltungsinspektion des Innenministeriums von Finanzminister Radoje Žugić rechtmäßig ernannt.
Der neue Direktor der Steuerpolizei ist Anwalt und Vizepräsident der Zentralregion, der montenegrinischen Sektion der International Police Association (IPA).
Vor Martinovićs Wahl zum Finanzminister hatte er zwei Kandidaten nominiert, die beide vor der Wahl von ihrem Amt zurücktraten.
Bereits im November vergangenen Jahres erhielt Žugić von der Verwaltungsinspektorin Jovana Nišavić eine Frist von 15 Tagen, um Unregelmäßigkeiten bei der Auswahl der ersten Person der Steuerpolizei zu beseitigen.
„Vijesti“ schrieb im Januar 2015, dass alle Fristen für die Wahl des Chefs der Steuerpolizei abgelaufen seien und dass Žugić derzeit überlege, wen er für diesen Posten auswählen solle.
Die Personalverwaltung schickte Žugić im November 2014 eine Liste der Kandidaten, die ihrer Einschätzung nach die Vorauswahl bestanden hatten.
„Der Leiter der Behörde sollte innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Kandidatenliste eine Entscheidung treffen“, teilte die Institution zuvor gegenüber „Vijesti“ mit.
Vier Kandidaten haben die Tests für die Position des Leiters der Steuerpolizei bestanden: Đorđe Ivanović, Vladan Delić, Miodrag Martinović und Gina Radenović.
Žugić wählte zunächst Ivanović, der vor der Wahl von seinem Amt als Direktor der Steuerpolizei zurückgetreten war. Nach ihm wurde auch ein weiterer Kandidat gewählt, der sein Amt niedergelegt hatte, nämlich Vladan Delić.
Dritter auf der Liste war Martinović, der laut „Vijesti“ den Posten annahm und damit das Drama um die Wahl des Chefs der Steuerpolizei nach mehr als 15 Monaten beendete.
Die Steuerpolizei wird Aufgaben im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Schattenwirtschaft usw. übernehmen.
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