Der Zweite Weltkrieg inspirierte einige der berühmtesten Hollywood-Filme, brachte aber auch reale Helden auf die Leinwand und öffnete so jenen, die den Krieg selbst erlebt hatten, die Tür zur Schauspielerei. Authentizität lässt sich nicht imitieren, insbesondere wenn es um die filmische Darstellung von Kampfhandlungen und dem Militärleben geht. Zwar absolvieren Schauspieler heutzutage rigorose Militärsimulationen zur Vorbereitung auf ihre Rollen, doch keine Übung kann die Erfahrung eines Menschen, der tatsächlich sein Leben für sein Land riskierte, vollständig wiedergeben.
Hollywood produzierte während des Zweiten Weltkriegs in Zusammenarbeit mit der US-Regierung Propagandafilme. Einige Schauspieler, wie beispielsweise James Stewart, dienten tatsächlich im Militär. Für viele Veteranen weckte der Militärdienst jedoch den Wunsch nach anderen Formen des Heldentums, die sich auch in der Filmwelt manifestierten. Zu den bekanntesten Vertretern zählt… Charles Bronson.
Bronson, der in Pennsylvania in eine Bergmannsfamilie hineingeboren wurde, wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zum Militärdienst eingezogen. Während seiner Dienstzeit übernahm er verschiedene Aufgaben, unter anderem bediente er im Südpazifik ein Heckmaschinengewehr. Nach Kriegsende 1946 wurde er aus dem Militärdienst entlassen. Im Anschluss entdeckte Bronson eine neue Leidenschaft, und die Schauspielerei wurde bald zu seinem Beruf.
Sein Aussehen war ideal für die gefragten „harten Kerl“-Rollen im Nachkriegs-Hollywood. Die Filmindustrie der 1950er-Jahre produzierte häufig Action- und Kriegsfilme, die die Heldentaten der alliierten Soldaten verherrlichten, und Bronson erhielt seine erste Rolle in dem Film „USS Teakettle“, in dem er an der Seite von … spielte. Garage fertiggestelltSein natürliches und überzeugendes Schauspiel öffnete ihm schnell die Tür zu neuen Engagements.
Eines seiner wichtigsten frühen Projekte war „Gesprengte Ketten“, heute ein Klassiker des Kriegskinos. Steve McQueen Mit dabei. Der Film handelt von einer Gruppe alliierter Kriegsgefangener, die einen spektakulären Ausbruch aus einem Lager planen. Bronson, der während des Krieges Klaustrophobie entwickelte, konnte sich durch die Figur der Gefangenen seinen eigenen Ängsten stellen und die Rolle dadurch unglaublich authentisch spielen.
Darauf folgte eine Rolle in „Das dreckige Dutzend“, einem weiteren Kriegsabenteuer über eine Gruppe ungewöhnlicher Soldaten, die tief hinter die feindlichen Linien geschickt werden. Der Film unterstrich seine Persönlichkeit und seinen Sinn für Humor und bestätigte damit einmal mehr, dass Bronson mehr war als nur ein „sturer Kerl“.
Als Hollywood in den 1970er Jahren allmählich das Interesse an Kriegsfilmen verlor, suchte das Publikum nach Eskapismus, und Western boten den perfekten Zufluchtsort. Bronson ergatterte die Hauptrolle in dem Epos „Spiel mir das Lied vom Tod“, bei dem … Regie führte. Sergio Leone, der zuvor bereits die „Mann ohne Namen“-Trilogie mit Clint Eastwood inszeniert hatte. Obwohl Eastwood ursprünglich für die Rolle des Harmonica vorgesehen war, erwies sich Bronson als idealer Ersatz und festigte damit seinen Starstatus.
In den folgenden Jahrzehnten avancierte Bronson zu einem der verlässlichsten Actionstars Hollywoods, vor allem dank seiner Rolle als Paul Kersey in „Death Wish“, die ein ganzes Subgenre düsterer Rachethriller begründete. Seine Rollen waren zwar nie die vielseitigsten, doch seine Heldentaten auf der Leinwand wirkten stets absolut glaubwürdig, was ihn zu einem der authentischsten und bekanntesten Actiondarsteller seiner Zeit machte.
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