Die Art Directors Guild hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie Martin Scorsese dafür kritisiert, dass er für ein Unternehmen wirbt, das künstliche Intelligenz entwickelt.
Der legendäre Regisseur wurde kürzlich als Berater für das KI-Produkt FLUX von Black Forest Labs vorgestellt. In Werbematerialien sprach er über die Möglichkeiten, mit dem Programm Storyboards (visuelle Darstellungen von Szenen vor den Dreharbeiten) zu erstellen.
„Vergessen Sie nicht, dass Film ein junges Medium ist, erst etwa 125 Jahre alt, deshalb müssen wir offen sein für die Art und Weise, wie es sich weiterentwickeln kann“, sagte Scorsese damals.
Sein Auftritt in der Kampagne veranlasste die Art Directors Guild, die eine breite Palette von Grafikern in der Filmindustrie vertritt, darunter auch Storyboard-Künstler, zu einer Erklärung mit dem Titel: „Herr Scorsese, der Job ist nicht in Gefahr.“
„Der Oscar-prämierte Regisseur Martin Scorsese wendet sich von den menschlichen Künstlern ab, die ihm im Laufe seiner Karriere bei der Schaffung einiger seiner berühmtesten Werke geholfen haben“, hieß es in der Erklärung, in der daran erinnert wurde, dass Scorsese diese Frage in einem Werbevideo gestellt hatte:
„Wie vermitteln Sie den Schauspielern und der Filmcrew, was Sie sich im Kopf vorstellen?“
Laut ihnen stellt er dann generative KI als Lösung für Aufgaben vor, die traditionell von Mitgliedern der Gewerkschaft Art Directors Guild Local 800 ausgeführt werden – Künstler und Designer, die seit Jahrzehnten mit Regisseuren an der Filmvisualisierung zusammenarbeiten.
„Durch die Förderung eines generativen KI-Produkts umgeht Herr Scorsese die Beiträge von Art Directors, Grafikern, Illustratoren, Produktionsdesignern, Bühnenbildnern und anderen talentierten Gewerkschaftsmitgliedern“, heißt es in der Erklärung.
Der Verband behauptet außerdem, dass generative künstliche Intelligenz solche Ergebnisse nur deshalb erzielen kann, weil sie mit riesigen Mengen urheberrechtlich geschützter Werke trainiert wurde.
„KI kann diese Art von ‚Filmintelligenz‘ nur erzeugen, indem sie riesige Mengen urheberrechtlich geschützter Werke nutzt, die höchstwahrscheinlich ohne Zustimmung, Nennung des Urhebers, Vergütung oder Transparenz aus dem Internet stammen. Die Fähigkeiten der Künstler und Designer der Art Directors Guild Local 800 sind für jede Film- oder Fernsehproduktion von unschätzbarem Wert.“ Die Mitglieder der Art Directors Guild schließen: „Zu glauben, ihre professionellen Beiträge ließen sich durch generative KI imitieren oder gar übertreffen, die auf Werken basiert, die ihnen und vielen anderen Künstlern weltweit wahrscheinlich entwendet wurden, ist ein Verrat am kollaborativen Charakter des Films.“
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