Anfang der 70er-Jahre hatte Deep Purple bereits eine Reihe von Hits gelandet, die sie als eine der wichtigsten Hardrock-Bands ihrer Zeit etablierten. Alben wie „Deep Purple in Rock“, „Fireball“ und „Machine Head“ waren für Hardcore-Rock-Fans unverzichtbar, und die Band wurde für ihre kraftvollen und energiegeladenen Live-Auftritte bekannt. Trotz ihres Rufs lehnten die Bandmitglieder jedoch die Idee eines offiziellen Live-Albums ab, da sie der Überzeugung waren, dass keine Aufnahme die Wucht ihrer Konzerte vollständig wiedergeben könnte.
Die Ablehnung einer offiziellen Live-Veröffentlichung führte zur Verbreitung einer unautorisierten Aufnahme aus dem Jahr 1970 in Deutschland, deren schlechte Tonqualität Richard Branson und Virgin Records rechtliche Probleme bereitete. Die hohe Nachfrage zeigte jedoch, dass die Fans die Konzerte sehen wollten, was den Widerstand der Band allmählich dämpfte.
Im August 1972 spielten Deep Purple drei ausverkaufte Konzerte in Japan. Auf Druck von Warner Bros. Records Japan willigte die Band ein, die Konzerte aufzunehmen, allerdings unter strengen Bedingungen: Sie mussten die Technik persönlich überwachen, ihren eigenen Toningenieur einsetzen und das letzte Wort bei der Veröffentlichung der Aufnahmen haben. Studioassistent Martin Birch überwachte die Bedienung eines Achtspurrekorders, der später zum Abmischen verwendet wurde. Das meiste Material stammte vom zweiten Konzert in Osaka.
Schließlich wurde das Doppelalbum „Made in Japan“, das im März 1973 in Amerika erschien, zu einem der wichtigsten Alben der Band. Die Aufnahme vermittelte die Energie und Präzision ihrer Performance, festigte Deep Purples Ruf als eine der führenden Hardrock-Bands und setzte einen Standard, der den britischen Heavy Metal über Jahre hinweg prägen sollte.
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