Vor einiger Zeit, eigentlich gar nicht so lange her, könnte das der Anfang eines Witzes gewesen sein: Sie standen in Kontakt. Tramp und der Papst. Für jenes Genre, in dem Mujo und der Dalai Lama häufig auftreten.
Glückselige Zeiten. Als man noch zwischen Realität und Witz unterscheiden konnte. Hier ist der Witz zum Maßstab der Realität geworden, und wenn das passiert, bedeutet es unweigerlich, dass die rationalen Fesseln, die eine Gesellschaft zusammenhalten, gefallen sind.
Nach Grönland, Venezuela und dem Iran scheint Trump nun den Vatikan im Visier zu haben. Er könnte sogar den Papst entführen, um ihn in Amerika vor Gericht zu stellen.
Und hier ist der Grund: Trump behauptet, der Papst sei „zu schwach im Kampf gegen die Kriminalität und in der Außenpolitik katastrophal“. (Das wäre übrigens auch etwas für eine Anthologie. Der Mann aus Epsteins (eine Zeitung, deren Außenpolitik Amerika bereits jetzt zu viel kostet... Und allem Anschein nach wird sie das auch weiterhin tun.)
Die Haltung, die den amerikanischen Präsidenten vermutlich verärgert hat, ist eine klare Verurteilung. Papst Lava Jene Führer, die religiöse Sprache zur Rechtfertigung von Kriegen missbrauchen. Papst Leo kritisierte Trumps beschämende Tiraden über die Zerstörung von Zivilisationen ebenfalls scharf. Er widerlegte überzeugend die „Theologie“ des Krieges und ihre „Theologen“.
Trumps Antwort wäre durchaus einen Platz in einer bizarren Anthologie der größten rhetorischen Perlen des 20. Jahrhunderts wert. Und, das muss angemerkt werden, sie ist eine wahre Fortsetzung des Geistes jener berühmten Aussage. Stalins Fragen: Wie viele Divisionen hat dieser Papst...?
Stalin erhielt seine Antwort einige Jahrzehnte später: Gerade wegen des unverblümten Zynismus des Herrschers war diese Aussage richtig, dass ein Papst die Begeisterung für den Kommunismus in Europa aufrechterhalten sollte. Und noch dazu ein Pole.
Ich schätze, der Trumpismus wird schneller eine Antwort finden.
Aber kehren wir zu den heutigen „Theologen“ zurück. Die Bedrohung durch die Zerstörung der Zivilisation fällt in den moralischen Bereich der paramythologischen Welt, die Folgendes darstellt: Milius' Konan Varvarin.
„Sollte jemand dem Papst sagen, dass dort Demonstranten getötet werden?“, sagt der Präsident schamlos, dessen Agenten auf amerikanischen Straßen morden.
Eine Sonderkategorie bildet jedoch die Botschaft des US-Vizepräsidenten an den Papst, dass es „wichtig sei, dass er bei theologischen Äußerungen vorsichtig sei“. Stimmt das nicht?
So sind die „Theologen“ jener Zeit. Ein Bewusstsein, das die Bibel im Nu zu einem Märchen degradieren kann. Der Verteidigungsminister zitierte in religiöser Verzückung: Samuel L. Jackson iz Tarantinovog Der Film, nicht die Bibel. Das erklärt wohl zumindest teilweise die Entstehung dieser Theologie – eine höllische Mischung aus Popkultur und Ignoranz.
Und da dies alles andere als ein Witz ist – im Gegenteil –, es ist ein wahrheitsgetreues Abbild unserer Realität, nämlich unseres traurigen zivilisatorischen Niedergangs. Das fünfstellige „Evangelium des blutigen Clowns“.
Und dann sind da noch die Fragen nach dem Papst – „Wer hat ihn gewählt?“, oder dass Trump seinetwegen gewählt wurde. Als ob er sich auf ein Fernsehduell mit dem Papst vorbereiten würde.
Und dann der Höhepunkt – ein KI-generiertes Bild von Trump, der Jesus umarmt? Allein das ist schon ein spektakulärer Moment. Mitten in der „Kontroverse“ mit dem Papst will Trump also zeigen, auf wessen Seite Jesus steht.
Oder ein ähnliches Bild – ein Wundertäter, von dem Licht ausgeht, und als man ihn darauf ansprach, ihn als Jesus selbst darzustellen, erklärte Trump: „Ich dachte, ich wäre als Arzt abgebildet.“ Denn natürlich kann er alles sein, sogar ein Arzt. Und er ist ja Präsident, also ist nichts Überraschendes daran.
Die Welt ist definitiv im Chaos versunken, wenn der Papst wie ein anständiger Linker klingt und der amerikanische Präsident wie ein christlicher Fundamentalist.
Wenn man also den ehemaligen CIA-Chef sagen hört, dass Trump abgesetzt werden sollte, weil er den Bezug zur Realität verloren hat, klingt diese Haltung absolut rational.
Denn hören Sie sich das mal an: „Ich war nie ein besonders religiöser Mensch, aber scheint es nicht so, als ob Gott angesichts all dieser satanischen, dämonischen Monster, die Kinder opfern, jetzt seinen Trumpf ausspielt?“
Und Gott scheint für ihn zu stimmen, glaubt Trump. Aussagen wie diese belegen das wahre Ausmaß von Trumps psychischer Störung. Daraus entspringt diese religiöse Vision, die auf dem Niveau eines Superhelden-Cartoons liegt…
Aber stellen Sie sich dennoch einmal, zumindest für einen Moment, einen Gott vor, der in allem die Karte „jemandes“ ausspielt...
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