Ein vorbestrafter Mörder und Vergewaltiger aus Drniš bestellte Essen, öffnete die Tür und tötete den unglücklichen 19-jährigen Jungen, der ihm das Essen brachte. Der Junge musste und konnte nicht wissen, dass er einem Mann lieferte, der eine tödliche Gefahr darstellte. Das System musste dies wissen, und es wusste es und warnte ihn. Daher ist nicht nur der Mörder, der den Abzug betätigte, für den Tod des Jungen verantwortlich, sondern auch das ineffiziente, überteuerte und langsame System.
Eine neue Welle von Tragödien hat die Region erschüttert, während Polizei und Institutionen zunehmend tatenlos zusehen. In Belgrad stehen hochrangige Polizeibeamte laut vorliegenden Informationen im Verdacht, in die Vertuschung des Mordes an einem Mafia-Boss verwickelt zu sein, mit dem der örtliche Polizeichef kurz zuvor noch gemeinsam zu Abend gegessen hatte.
Registrierte Gewalttäter, Personen mit umfangreichen Vorstrafen und klaren Mustern gefährlichen Verhaltens, erreichen ihre Opfer mit unglaublicher Leichtigkeit und begehen schwerste Verbrechen.
Das Schlimmste ist, dass sich fast immer herausstellt, dass alles schon bekannt war. Es gab Warnsignale, Berichte, Warnungen, Codes, Akten, Urteile, Zeugenaussagen von Nachbarn, frühere Vorfälle. Dutzende Warnsignale reichten nicht aus, um das träge, schwerfällige und autarke System in Gang zu setzen, bevor jemand tot war.
Das Problem liegt natürlich auch in einer Gesellschaft, die Gewalt seit Langem normalisiert. Der Tyrann wird erkannt, aber man geht ihm aus dem Weg. Er droht, aber „so ist er eben“. Er prügelt sich, aber „das soll die Familie regeln“. Er belästigt die Nachbarn, aber „da mischt man sich besser nicht ein“. Jahrelang wurde uns beigebracht, dass Gewalt Aufmerksamkeit erregt, dass Aggression toleriert wird, bis sie Schlagzeilen macht, und dass das Opfer am Ende allein gelassen wird. In einer solchen Gesellschaft greifen Tyrannen nicht plötzlich an, sie können sich ungehindert vor unseren Augen entwickeln.
Ja, es ist beunruhigend, aber Menschen mit einer nachgewiesenen Gewaltgeschichte und schweren psychiatrischen Diagnosen im Zusammenhang mit Gewalt bewegen sich frei unter uns ohne jegliche Aufsicht, weil Institutionen und die Gesellschaft nicht präventiv handeln, sondern erst, wenn eine Tragödie eintritt.
Und dann, wenn alles vorbei ist, wenn die systematische Nachlässigkeit ihren blutigen Tribut gefordert hat, treffen Dutzende von Fahrzeugen im Wechsel ein, Spezialeinheiten, Masken, Langwaffen und eine theatralische Demonstration nutzloser Nachgewalt an einer Adresse, an der nur ein einziger ernstzunehmender Polizist aus der Vergangenheit nötig gewesen wäre, um das Problem zu lösen.
Diese verspätete Präsentation von zeitgemäßem, ungenutztem Inventar hämmert nur den letzten Nagel in den Stamm eines verrotteten und sich selbst erhaltenden Systems, das alles weiß, alles aufzeichnet, alles aufzeichnet, alles, außer seine Arbeit pünktlich zu erledigen.
Mörder sind immer einen Schritt voraus.
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