Die montenegrinische Handballnationalmannschaft ist gestern Abend im Spiel gegen die Färöer-Inseln komplett gescheitert. Nach einer überzeugenden Niederlage (37:24) verpassten sie den Einzug in die zweite Runde und haben noch ein Spiel bis zum Ende der Gruppenphase vor sich.
Die „Löwen“ spielen morgen (18.) im letzten Spiel der Gruppe D gegen die Schweiz, und dieses Spiel ist für unsere Nationalmannschaft im Kampf um die nächste Weltmeisterschaft von großer Bedeutung.
Bei einem Sieg gegen die Schweiz würde Montenegro den dritten Platz in der Gruppe belegen und sich damit direkt für die Play-offs im Mai qualifizieren. Im Falle einer Niederlage müsste Didier Dinars Team die Vorqualifikation für die Handball-Weltmeisterschaft gegen Finnland bestreiten; diese Spiele würden im März stattfinden.
„Wenn wir davon ausgehen, dass Handball ein Mannschaftssport ist, dann können wir sagen, dass die Mannschaft versagt hat. Wir müssen die Gründe dafür intern besprechen. Es war von Anfang an klar, dass sie große Unterstützung vom Publikum hatten. Wir standen unter großem Druck des Publikums und der färöischen Spieler, die das ganze Spielfeld dominierten. Wir konnten dem nicht standhalten und haben deshalb verloren“, sagte Stevan Vujović.
Als nächstes steht das Duell gegen die Schweiz an, die gegen Slowenien eine Neun-Tore-Führung verspielte und letztendlich unterlag (38:35).
„Wir haben noch ein Spiel – das Duell gegen die Schweiz wird ein Spiel zweier enttäuschter Mannschaften sein, denn die Schweizer hatten, genau wie wir, auf die Qualifikation gehofft. Im Grunde wird derjenige gewinnen, der die Niederlage besser verkraftet. Die Schweiz ist eine starke Mannschaft mit herausragenden Einzelspielern“, betonte Vujović.
Die Farani waren den "Löwen" spielerisch deutlich überlegen.
„Wir haben eine schwere und unerwartete Niederlage erlitten. Ich gratuliere den Franzosen, sie haben besser gespielt und uns in allen Belangen überlistet. Wir müssen unbedingt zurückkommen. Dieses Spiel ist enorm wichtig, denn mit einem Sieg würden wir die Vorqualifikation für die Weltmeisterschaft und die Reise nach Finnland vermeiden. Wer mental besser vorbereitet ist und mehr Selbstvertrauen hat, wird gewinnen. Schlimmer als gegen Frankreich kann es meiner Meinung nach nicht mehr werden. Die Schweiz ist der Favorit, ein Team mit einer größeren Rotation. Wir werden zurückkommen, alles geben und die Vorqualifikation für die Weltmeisterschaft verhindern“, sagte Torhüter Haris Suljević.
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