Mit dem Sieg über die Niederlande haben die montenegrinischen Wasserballspieler fast alle Zweifel an der Qualifikation für die Weltmeisterschaft beseitigt, und sie haben noch zwei Spiele bis zum Ende der Europameisterschaft in Belgrad vor sich.
Sie haben keine besondere Bedeutung für die Ergebnisse, aber sportlicher Ehrgeiz muss vorhanden sein – Triumphe formen schließlich den Charakter, daher wollen die „Haie“ das Turnier zumindest stilvoll beenden.
Am Dienstag findet das Derby gegen Serbien statt (20:30 Uhr). Dieses Duell ist für den Gegner von größerer Bedeutung, da er sich bereits einen Platz im Halbfinale gesichert hat und die Tabellenführung in Gruppe A der Hauptrunde bestätigen möchte.
Montenegro hingegen spielt am Donnerstag, unabhängig vom Ausgang des Duells mit den „Delfinen“, gegen Rumänien um den siebten Platz bei der Europameisterschaft.
Vasilije Radović bedauert, dass das Spiel gegen Serbien nicht die eigentliche Bedeutung des Ergebnisses hat.
„Dieses Spiel hätte viel wichtiger sein können. Jetzt ist es für uns von geringerer Bedeutung, für Serbien etwas wichtiger, da sie den Gruppensieg anstreben. Vor ausverkauftem Haus steht der Gegner ganz klar unter Druck“, sagte Radović.
Es herrscht kein Druck, und das kann unter anderem ein weiterer Grund dafür sein, dass unsere Nationalmannschaft ihr Bestes gibt und versucht, zu überraschen.
„Wir sind erleichtert, gehen aber definitiv mit maximaler Energie in die Partie – um uns zu beweisen und an die Leistung des letzten Spiels anzuknüpfen. Wenn wir dieses Tempo und unser Spielniveau beibehalten können, wäre das sehr wichtig für unsere junge Mannschaft“, betonte Radović.
Volle Tribünen sollten das Ziel sein.
„Ich erwarte ein volles Stadion. Serbien braucht unbedingt einen Sieg, und für uns ist es wichtig, nach den schwachen Leistungen gegen Ungarn und Spanien ein Zeichen zu setzen. Ich denke, wir haben eine Chance“, sagt Vlado Popadić.
Ob Montenegro am Ende den siebten oder achten Platz belegte, ist klar, dass die Mannschaft in Belgrad keine Fortschritte erzielt hat, wie man in Spielen gegen Größen wie Ungarn und Spanien sehen konnte.
Im Spiel gegen die Niederlande wurde auch deutlich, dass sich unsere Auswahl im Mittelfeld des Weltwasserballs befindet und näher am Niveau der Niederländer, Franzosen oder Georgier liegt als an dem Niveau von Mannschaften, die abwechselnd Titel und Medaillen bei großen Wettbewerben gewinnen.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Halbfinale eine unmögliche Mission ist, aber die Niederlagen im Viertelfinale all die Jahre und die Art und Weise, wie Montenegro diese erlebt hat, zeigen deutlich, dass der Kampf um Medaillen zumindest im Moment kein realistisches Ziel ist.
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