Südkorea: Ehemaliger Minister wegen versuchter Verhängung des Ausnahmezustands zu sieben Jahren Haft verurteilt

Li wurde verurteilt, weil er bei der Umsetzung der Erklärung geholfen und Juns Anweisungen an Polizei- und Feuerwehrchefs weitergeleitet hatte, die Wasser- und Stromversorgung zu unterbrechen, und zwar an Nachrichtenorganisationen, die seine Politik kritisierten.

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Lee Sang Min vor Gericht, Foto: Screenshot/YouTube/KBS News
Lee Sang Min vor Gericht, Foto: Screenshot/YouTube/KBS News
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Der ehemalige südkoreanische Innenminister Lee Sang-min wurde heute zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, weil er dem ehemaligen Präsidenten Yun Suk-yeol geholfen hatte, Ende 2024 den Ausnahmezustand zu verhängen.

Das gleiche Gericht in Seoul urteilte, dass Juns Handlungen Rebellion und ein Verbrechen darstellten, weshalb einige Staatsanwälte die Todesstrafe fordern.

Li wurde verurteilt, weil er bei der Durchsetzung der Erklärung geholfen und Juns Anweisungen an Polizei- und Feuerwehrchefs weitergeleitet hatte, die Wasser- und Stromversorgung zu unterbrechen, und zwar an Nachrichtenorganisationen, die seine Politik kritisierten.

Die Anweisungen wurden nicht umgesetzt, da der Ausnahmezustand schnell wieder aufgehoben wurde, nachdem die Abgeordneten die Blockade der Nationalversammlung durch Militär und Polizei durchbrochen und einstimmig für dessen Aufhebung gestimmt hatten.

Lee bestritt, Anweisungen zur Abschaltung von Versorgungsleistungen erhalten oder an Nachrichtenorganisationen weitergegeben zu haben, und widersprach damit den Aussagen anderer Beamter, darunter des ehemaligen Leiters der Nationalen Feuerwehrbehörde, Heo Seok-gon, der aussagte, Lee habe solche Anweisungen telefonisch übermittelt.

Der Minister bestritt außerdem, dass er geplant habe, den Ausnahmezustand auszurufen oder dass er dies beabsichtigt habe.

Richter Ryu Kyung-jin sagte, dass Zeugenaussagen anderer Beamter, Aufnahmen von Überwachungskameras und andere Beweismittel eindeutig zeigten, dass Lee versucht habe, Juns Befehle auszuführen, und dass er zweifellos eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Kriegsrechts gespielt habe.

Li ist das zweite Mitglied von Juns Kabinett, das im Zusammenhang mit dem Ausnahmezustand verurteilt wurde.

Der frühere Premierminister Han Dak-su wurde zu einer 23-jährigen Haftstrafe verurteilt, gegen die er Berufung einlegte.

Jun Suk Jeol verteidigte den Ausnahmezustand als notwendigen Akt des Kampfes gegen die Liberalen, die er als „staatsfeindliche“ Kräfte bezeichnete, welche mit ihrer parlamentarischen Mehrheit seine Agenda behinderten.

Er wurde später seines Amtes enthoben und verhaftet, woraufhin er sich mehreren strafrechtlichen Anklagen stellen musste, wobei die Anklage wegen Rebellion die härteste Strafe nach sich zieht.

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