Retayo wird 2027 für das Amt des französischen Präsidenten kandidieren.

Retayo ist ein entschiedener Verfechter einer harten Migrationspolitik und hat einen großen Teil seiner Amtszeit im Innenministerium den Bemühungen gewidmet, die Zahl der Abschiebungen zu erhöhen und den Kampf gegen die Drogenkriminalität zu intensivieren.

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Bruno Retajo, Foto: Reuters
Bruno Retajo, Foto: Reuters
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Bruno Retayo, ehemaliger französischer Innenminister und Vorsitzender der Mitte-Rechts-Partei der Republikaner, den Républicains, wird bei den Präsidentschaftswahlen 2027 kandidieren, wie ihm nahestehende Quellen mitteilten.

Retayo ist die jüngste politische Figur, die nach dem Ausscheiden von Präsident Emmanuel Macron versucht, das Amt an sich zu reißen.

Der 65-jährige Retayo, ein konservativer Senator aus dem Département Vendée in Westfrankreich, war von 2024 bis 2025 Innenminister – zunächst in der Regierung des ehemaligen Premierministers Michel Barnier und anschließend in der Regierung von François Bayrou, wie Reuters berichtet.

Er wurde wiederernannt, als der jetzige Premierminister Sebastien Lecornu im vergangenen Oktober sein Amt antrat, trat aber kurz darauf zurück und äußerte seinen Unmut über Lecornus andere Personalentscheidungen im Kabinett.

Die Episode, die auch Lecornu zum Rücktritt zwang, bevor Macron ihn wieder ernannte, schadete Retayos politischem Ansehen, berichtet Reuters.

Umfragen zufolge steht Retayo vor einem schwierigen Weg zum Sieg bei den Präsidentschaftswahlen, aber er führt eine Partei mit einem starken Parlamentsblock an, was ihn zu einem wichtigen Verhandlungspartner für Präsidentschaftsrivalen macht – insbesondere für den rechtsextremen Rassemblement National unter Führung von Marine Le Pen –, falls Retayo die Stichwahl nicht erreicht.

Retayo ist ein entschiedener Verfechter einer harten Einwanderungspolitik und hat einen Großteil seiner Zeit im Innenministerium damit verbracht, die Zahl der Abschiebungen zu erhöhen und die Drogenkriminalität zu bekämpfen. Es dürfte ihm jedoch schwerfallen, sich klar vom rechtsextremen Front National unter Führung von Le Pen und ihrem Protegé Jordan Bardella abzugrenzen, die dank ihrer Fokussierung auf diese Themen in den Umfragen stark positioniert sind.

Seit seinem Ausscheiden aus der Regierung hat Retayo die Exekutive stark kritisiert und unter anderem die Zugeständnisse Lecornus an die Sozialistische Partei missbilligt, die dieser gemacht hatte, um den Haushalt 2026 zu verabschieden und den Sturz der Regierung zu verhindern.

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