Der unwiderstehliche Geschmack von Bamija: Tausende feiern einen kulinarischen Schatz in der Altstadt von Ulcinj

Was auf den ersten Blick wie eine kleine grüne Schote aussieht – im Englischen Okra genannt – ist in Wirklichkeit ein Grundnahrungsmittel in Küchen von Afrika bis Südasien. In Ulcinj hat es ein Eigenleben entwickelt, ist zu einer beliebten lokalen Spezialität geworden und sogar als traditionelles montenegrinisches Produkt geschützt.

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Foto: Samir Adrović
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An einem warmen Abend drängten sich Tausende von Menschen in die engen Gassen der Altstadt von Ulcinj, um etwas Einfaches und Außergewöhnliches zu probieren: Bamija. Was auf den ersten Blick wie eine kleine grüne Schote aussieht – im Englischen Okra genannt – ist in Wirklichkeit ein Grundnahrungsmittel von Afrika bis Südasien. In Ulcinj hat es ein Eigenleben entwickelt, ist zu einer beliebten lokalen Spezialität geworden und sogar als traditionelles montenegrinisches Produkt geschützt.

„Das ist wirklich wunderschön, mal was anderes und, würde ich sagen, in seiner Authentizität fast unwirklich. Für mich ist es ein unvergessliches Erlebnis und ich bezweifle, dass ich es meinen Freunden zu Hause allein durch Worte und Fotos vermitteln kann“, sagte der deutsche Besucher Joshua Bobinger, hingerissen von der Festivalatmosphäre der „Tage von Bamija“.

Die Feier fand an beiden Eingängen der Altstadt statt, das zentrale Programm im Palace Venezia. Es war fast unmöglich, einen Parkplatz zu finden, aber der lange Weg hat sich gelohnt. Menschenmassen standen Schlange für Schüsseln mit dampfenden Bamija-Gerichten, süßem lokalen Gebäck und reichlich Getränken.

Foto: Samir Adrović

Um das Spektakel noch zu verstärken, mischten sich Einheimische, die als Piraten verkleidet waren – eine Hommage an Ulcinjs bewegte Geschichte als Zufluchtsort für Korsaren – unter die Touristen. Live-Musik erfüllte die Plätze: Das bekannte Gitarrenduo Srđan Bulatović und Darko Nikčević spielte unter der Cervantes-Statue, während nur wenige Schritte entfernt die Band „Lanterna“ einen anderen Platz mit Gesang und Tanz zum Beben brachte. Überall war Freude zu spüren.

„Dies war die bisher erfolgreichste Ausgabe“, sagte Organisator Gani Resulbegović, Eigentümer des Palace Venezia, sichtlich zufrieden mit dem Verlauf des achten Festivals.

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Zum ersten Mal wurde die Veranstaltung nicht nur im Palast, sondern auch auf den Plätzen vor dem Nord- und Südtor der Altstadt ausgetragen. Dreizehn Teams aus ganz Montenegro sowie aus Frankreich, Albanien, Bangladesch, Serbien, Bosnien und Herzegowina, dem Bezirk Brčko und der Ukraine traten in der Zubereitung von Bamija-Gerichten gegeneinander an.

Was genau ist Bamija?

Bamija – Okra – gedeiht in warmen Klimazonen, von Westafrika bis Indien, dem Mittelmeerraum und dem Balkan. Die zarten grünen Schoten stecken voller Vitamine und Ballaststoffe und setzen beim langsamen Kochen ein natürliches Verdickungsmittel frei, das Eintöpfen ihre seidige Konsistenz verleiht. In Ulcinj ist Bamija mehr als nur ein Gemüse; es ist Teil der Familientradition und wird oft bei Hochzeiten und festlichen Zusammenkünften serviert. Sein Geschmack ist zart und doch erdig, und die Einheimischen bestehen darauf, dass man es am besten in Gesellschaft genießt.

Seit Mai 2022 ist „Bamija nach Ulcinjer Art“ offiziell als garantierte traditionelle Spezialität Montenegros geschützt und wird für sein einzigartiges Rezept und seine sorgfältige Zubereitung geschätzt. Das Gericht wird als reichhaltig, herzhaft und äußerst sättigend beschrieben – ein Symbol für das kulinarische Erbe der Stadt.

Probieren Sie es zu Hause: Einfaches Bamija nach Ulcinjer Art

Wenn Sie ein bisschen Ulcinj in Ihre eigene Küche bringen möchten, finden Sie hier eine abgespeckte Version des Gerichts:

  • 500 g frische Bamija (Okra), geputzt
  • 300 g Kalb- oder Lammfleisch, in kleine Stücke geschnitten
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • 2–3 Knoblauchzehen
  • 2 Tomaten, geschält und gewürfelt (oder 1 Tasse Tomatenmark)
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, frische Petersilie

Fleisch und Zwiebeln in Olivenöl anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Knoblauch und Tomaten hinzufügen und mit Wasser bedecken. Bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist. Bamija hinzufügen und langsam weich dünsten, dabei nachwürzen. Warm mit frischem Brot servieren – genau wie in der Ulcinjer Altstadt.

Bonusvideo: